Bei Pflanzen ist grün produktiv...

 

 

 

 

 

Bei Pflanzen ist grün produktiv...

 

 

 

Wir wollen Euch ein wenig die Abläufe im Ackerbau erklären.

Fangen wir doch heute mal bei "P" wie Photosynthese an:

 

 

 

Die #‎Photosynthese ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Bei diesem Prozess wird in der Pflanze mittels Wasser und Licht aus Kohlendioxid Zucker und Stärke produziert und nebenbei auch noch Sauerstoff freigesetzt.

 

 

 

Neben den „Grundnahrungsmitteln“ Wasser, Licht und Kohlendioxid benötigen Pflanzen zahlreiche weitere Elemente, die in der Pflanze unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Dazu morgen mehr...

 

 

 

 

Was mögen Pflanzen eigentlich am liebsten, und wie unterscheiden sich ihre Geschmäcker untereinander?

 

 

 

Die Frage mag komisch klingen, vielleicht mag manchen noch einfallen das fleischfressende Pflanzen gerne Fliegen und andere Insekten verzehren, aber dennoch, auch unsere Pflanzen auf den Feldern haben Appetit und das nicht zu knapp! Sie brauchen eine Reihe verschiedener Nährstoffe damit sie wachsen und gedeihen können.

 

 

 

Beispielsweise wird Phosphor für den Energiestoffwechsel und für den Aufbau der Zellmembranen benötigt. Die Energie des Lichtes wird zunächst in Phosphor-Verbindungen zwischengespeichert, bevor sie der eigentlichen Synthese von Zucker zugeführt wird. Somit stellt Phosphor eine Art Akku für die Pflanze dar.

 

 

 

Stickstoff ist der elementare Baustein für sämtliche Eiweiße und Enzyme im Stoffwechsel. Erbsen, Bohnen, Raps aber auch unser Backweizen haben hohe Eiweißgehalte in ihren Körnern und benötigen daher sehr viel Stickstoff, wobei Erbsen und Bohnen dank einer Symbiose mit bestimmten Bakterien (Rhizobien) in der Lage sind sich diesen selber anzueignen.

 

 

 

Kalium ist für den Transport von Wasser und anderen Stoffen innerhalb der Pflanze zuständig. So werden Beispielsweise die Spaltöffnungen der Blätter und damit der Wasserverbauch der Pflanze durch Kalium gesteuert. Eine gute Versorgung mit Kalium macht Pflanzen so deutlich widerstandsfähiger gegen Trockenphasen.

 

 

 

Magnesium und Eisen hingegen sind unter anderem Bestandteile des Chlorophylls, ohne das Blätter nicht ihre typisch grüne Farbe hätten.

 

 

 

 

Das Fass zum Überlaufen bringen oder auch Pflanzen können falsch ernährt werden...

 

 

 

Über die genannten Nährstoffe hinweg gibt es dutzende weiterer Elemente, die wichtige Funktionen in der Pflanze erfüllen. Fehlt nur ein einziges davon, oder ist es für die Pflanze nur mangelhaft verfügbar, kann sie nicht oder nur eingeschränkt wachsen, selbst wenn alle anderen ausreichend vorhanden sind. Dies wird in dem „Gesetz vom Minimum“ beschrieben, das Justus von Liebig bereits vor rund 150 Jahren definierte. Es legte die Grundlage für unsere moderne Pflanzenernährung, denn das Gesetz zeigte, dass es nicht reicht einen Dünger mit nur einem einzigen Nährstoff anzuwenden, sondern dass eine ausgewogene Ernährung der Pflanzen mit der Vielzahl der Nährstoffe nötig ist.

 

 

 

Je nachdem welcher Nährstoff einer Pflanze fehlt, zeigt diese typische Mangelsymptome. Hier findet sich die Analogie zu Mensch und Tier. Auch unsere Nahrung setzt sich aus Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett und zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen zusammen und auch bei uns ist eine einseitige Ernährung auf Dauer ungesund. Bei Pflanzen führt so eine nicht ausreichende Versorgung mit Stickstoffverbindungen zu einem eingeschränkten und kümmerlichen Wuchs. Kaliummangel lässt sich besonders gut bei gleichzeitig mangelnder Wasserversorgung beobachten, weil Blätter ohne Kalium ihre Wasserverdunstung nicht mehr kontrollieren können und somit schneller zu welken beginnen.

 

 Der Mangel vieler anderer Nährstoffe drückt sich oftmals in spezifischen Verfärbungen und Verformung der Blätter oder der Pflanze aus.

 

 

 

Aber auch Überversorgungen sind möglich und führen zu negativen Auswirkungen. Zuviel Stickstoff lässt Pflanzen überproportional wachsen, wodurch sie instabil und anfällig für Krankheiten werden und letztlich auch weniger Ertrag und schlechtere Qualitäten bringen. Durch einen zu hohen Kalkgehalt des Bodens werden andere Nährstoffe vorrübergehend gebunden und können von den Wurzeln nicht mehr aufgenommen werden.

 

 

 

Landwirte lernen in ihrer Ausbildung diese Symptome zu erkennen, so dass in der Lage sind schnell festzustellen was ihren Pflanzen fehlt. Jedoch sind nicht alle Symptome eindeutig. Hierfür gibt es die Möglichkeit Teile der Pflanzen und des Bodens in einem Labor untersuchen zu lassen.

 

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