Frauen in der Landwirtschaft

 

 

 

 

Frauen in der Landwirtschaft - Kinder, Küche, Kirche

 

Die drei K's sind mittlerweile doch etwas aus der Mode gekommen. Trotzdem sind unsere Frauen oft die stillen Helden unserer Betriebe. Immer häufiger leiten Frauen auch unsere Betriebe bzw. übernehmen den Betrieb der Familie.

 

Wir möchten Euch in einer kleinen Serie einige unserer Frauen in der Landwirtschaft und ihre Geschichten vorstellen...

 

 

 


Die drei ‚Ks‘ oder die Frage nach dem Besen

 

 

 

„Wo ist denn mein Besen?, frage ich meinen Mann Michael, als ich durch den Abkalbestall gehe. Es ist ein besonderer Besen, eigentlich mein Gartenbesen, der mit meinem Namen versehen ist, damit er nicht quer durch den Stall wandert, sondern in meinem Bereich bleiben soll – eigentlich.

 

 

 

Seit gut 10 Jahren leben wir nun auf dem Hof in Elisabethfehn zusammen. Beide in der Landwirtschaft groß geworden und beide Landwirtschaft gelernt – wir lieben es beide, mit Kühen zu arbeiten. Zunächst war ich auswärts beim Zuchtverband angestellt, mein Aufgabenbereich war die Öffentlichkeitsarbeit und auch die Zuchtberatung. Nachdem 2009 unsere erste Tochter geboren wurde, ging ich nur noch stundenweise zur Arbeit, diesmal war es ausschließlich die Zuchtberatung, da ich dabei viel von zu Hause erledigen konnte. 2011 kam unsere zweite Tochter zur Welt und damit war klar, dass ein Wiedereinstieg aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Zudem war im größer gewordenen Betrieb genug Arbeit vorhanden, also fing ich mehr und mehr an, im Betrieb mit zu arbeiten.

 

 

 

Neben den klassischen ‚Ks‘ Kinder, Küche einer Hausfrau kamen dann die im landwirtschaftlichen Bereich oft obligatorischen ‚Kälber‘ dazu. Erst waren es nur die Kälber, die in den ersten 14 Tagen von Hand in den Hütten gefüttert wurden, bis es sich zur kompletten Kälberaufzucht steigerte. Heute kann man meinen Aufgabenbereich draußen als ‚Nachzuchtchefin‘ umschreiben, da ich seit 1,5 Jahren nach dem Lehrgang zum Eigenbestandsbesamer auch dafür verantwortlich bin, dass die Kühe regelmäßig ein Kalb bekommen. Dazu kommen aushilfsweise das Melken wenn Michael nicht da ist, sowie viele Arbeiten rund um das Abkalben, Erstversorgung der Kälber und der Organisation der Tiere zum Trockenstellen, Umstallen zum Anfüttern und vieles mehr. Nicht zu vergessen die Pflege des Herdenmanagementprogramms, der Meldungen in der HI-Tier-Datenbank und der Tierarzneimittel-Datenbank.

 

 

 

So lautete die Antwort meines Mannes auf die Frage nach dem fehlenden Besen: „In deinem Bereich soll er stehen – in welchen Bereich bist du denn nicht mit aktiv auf dem Hof?“ Naja, ein paar Bereiche fallen mir da schon ein – das Füttern, regelmäßig melken und die Feldarbeiten….da kommt bei etwa 320 Tieren und 100 ha Nutzfläche schon noch etwas zusammen, wo ich natürlich nicht dabei bin….

 

 

 

das bisschen Haushalt macht sich eben auch nicht von alleine „smile“-Emoticon:-)

 

 

 

Anita Lucassen

 


Wenn Kinderträume WAHR werden...

 

Vor knapp 30 Jahren habe ich in der Grundschule in einem Freundebuch in die Zeile für Traumberuf „Bäuerin“ geschrieben. Da ich aber nicht von einem Hof stamme, war der Weg dahin nicht kerzengerade. Erst mal standen das Abitur (Leistungskurse Deutsch und Chemie, diverse Schülerjobs wie H&M-Verkäuferin, Hilfskraft in der Dreherei eines Metallbetriebs, Bäckereiverkäuferin, Zustellerin Deutsche Post und schließlich eine Industrie-Lehre als Chemielaborantin und eine fünfmonatiger Hauswirtschaftskurs auf meinem Plan. Als ich meinen Mann kennenlernte, einen selbständigen Handwerksmeister mit kleinem Nebenerwerbs-Milchviehbetrieb, war das Thema Landwirtschaft plötzlich wieder aktuell, ich ging zum Melkkurs ans Staatsgut Achselschwang und lernte Traktorfahren. Nur wenige Jahre darauf verstarb die Mutter meines Freundes, die gute Seele und Hauptarbeitskraft im landwirtschaftlichen Betrieb, und ich musste mit 23 Jahren quasi über Nacht den Sprung zur Managerin von Haus und Hof und zum Gegengewicht von drei Männern (eigener Mann, Schwiegervater, Schwager) schaffen. Die folgende Zeit war kein Spaziergang, aber nur wer aufgibt, hat verloren. Mein Mann baute sein Steuerungstechnik-Unternehmen weiter aus und ich holte auf dem zweiten Bildungsweg die Ausbildung zur Landwirtin nach. Meine Liebe zu trockener Fachliteratur, Vorträgen, Seminaren usw. und die Hilfe befreundeter Landwirtschaftsmeister waren und sind mir da eine große Hilfe. Die waren es auch, die mich ermutigten, in die ansonsten fast nur von Männern besuchten Berufsversammlungen mitzukommen – und sie freuten sich dann, wenn ich (wie immer) Spezi trank und sie dann alle wieder nach Hause fuhr, eine klassische Win-Win-Situation also. Unvergessen die Begrüßung bei einer Molkereiversammlung: „Liebe Milcherzeugerin, liebe Milcherzeuger!“ Heute bin ich sowohl für´s Büro der Elektrotechnik-GmbH als auch für alle Entscheidungen hier auf dem Hof (15 ha Grünland + Getreidebau, 18 Milchkühe mit Nachzucht) verantwortlich. Mein Mann freut sich, wenn er nach einem Tag vor dem PC und WSCAD-Zeichnen mit mir in den Stall gehen darf und sich unbesorgt von mir sagen lassen kann, was zu tun ist. Die anfallenden Arbeiten, ob Handwerksbetrieb oder Landwirtschaft werden so aufgeteilt, dass jeder, also mein Mann und ich, das macht, was er am besten kann. Konkret sieht das dann so aus, dass er den Mineraldüngerstreuer anbaut und ich ausrechne, was rein muss. Mit diesem Gerät und einigen anderen arbeiten wir auch auswärts über den Maschinenring, um die Auslastung zu verbessern. Unsere beiden Söhne, im Grundschulalter, sind immer mittendrin dabei.
Einblicke „aus erster Hand“ in die landwirtschaftlichen Abläufe unserer Region zu geben ist das Konzept meines Facebook-Blogs „Die Pflanzenbau-Reporterin“,
https://www.facebook.com/pflanzenbaureport?fref=ts
den ich heuer gestartet habe. Darin begleite ich die ganz normalen Feldarbeiten von uns und lieben Kollegen hier mit der Kamera und schreibe erklärende und unterhaltende Texte dazu. Für das Konzept habe ich jetzt den 1. Preis beim Öffentlichkeitsarbeits-Wettbewerb „Bauer sein heißt…“ von BBV, BLV und Bayerischem Rundfunk gewonnen. „Nur was man kennt, kann und sollte man beurteilen“ ist mein Motto. Es gibt gute Gründe für große UND kleine Betriebe, für Konventionelle UND Bio´s - und wer die wissen will, fragt am besten direkt den Landwirt!

Eure Bettina Hanfstingl

 

 

 


Wie ist es eine Frau eines Landwirtes zu sein und sich voll und ganz auf den Beruf des Menschen einzulassen, den man von ganzen Herzen liebt?

 

 

Grundsätzlich kann ich mir keinen schöneren Lebensweg vorstellen.

 

Ich bin auf einem oberbayerischen Milchviehbetrieb aufgewachsen. Die Rollenverteilung war ganz klar definiert. Die drei K (Kinder, Küche, Kirche) gehören den Frauen. Aber wenn Feldarbeit anstand haben die Frauen mitzuhelfen, nach getaner Arbeit durfte die Frau dann noch was zum Essen herrichten, während die Männer sich erholten. So geprägt, habe ich mich in meiner Teenagerzeit sehr von der Landwirtschaft distanziert. Wenn mein Bruder der Bauer werden soll, dann soll er dafür arbeiten und nicht ich. Das war meine Devise.

 

Erst als ich mich Mitte zwanzig in meinen Mann verliebte, habe ich die Landwirtschaft für mich „neu“ entdeckt. Wobei ich feststellen musste, dass ein Milchviehbetrieb in einer Grünlandregion absolut gar nichts gemein hat mit einem Ackerbaubetrieb mit Schweinezucht und Mast. Da wir 450 km voneinander getrennt gewohnt haben und mein Mann auch noch seine Fachausbildung im Münsterland, also nochmal 350 km weiter nördlich absolvieren wollte, war für uns schnell klar, wir ziehen zusammen. Eine Wochenendbeziehung kam für uns nie in Frage. Während er tagsüber zu Schule ging habe ich, nachdem ich auf unserem heutigen Betrieb Stallluft schnuppern durfte, auf 2 großen Sauenbetrieben gearbeitet. Ich wusste anfangs (ich hatte Hotelfach gelernt und meine Stelle als Direktionsassistenten aufgeben) eigentlich gar nichts von Schweinen. Eine zusätzliche Lehre wollte ich nicht machen, da ich nicht gerne Schlepper fahre und mit Ackerbau auch nicht so viel anfangen konnte. Also habe ich als Hilfskraft im Sauenstall angefangen zu arbeiten. In den zwei Jahren habe ich viel über das wie in der Sauenhaltung gelernt. Dies kam uns sehr zu gute. Nachdem, mein Mann seinen Techniker bestanden hatte, haben wir auf dem elterlichen Betrieb den Sauenstall gepachtet. Zusammen haben wir uns prima ergänzt.

 

Anfangs war Peter der Theoretiker und ich die Praktikerin. Gemeinsam haben wir unseren Betrieb auf mittlerweile 850 Sauen mit Ferkelaufzucht und Mast ausgebaut. Wir beschäftigen zurzeit 10 Mitarbeiter. Es war uns von Anfang an klar, dass wir unseren Betrieb mit Mitarbeiter führen wollen, damit auch wir Freiraum für uns und unsere Kinder haben können. So war es uns auch immer wichtig gemeinsam auf Fortbildungen zu fahren. So besuchen wir regelmäßig gemeinsam Tagungen, Kongresse oder Messen wie die Eurotier und Agritechnica.

 

Immer wieder stellen wir fest, dass wir zwar die gleichen Vorträge hören, aber jeder von uns nimmt andere Details mit. Dies hat sich in der Betriebsentwicklung immer als Vorteil erwiesen. Wir entscheiden gemeinsam wo unser Weg hinführt. Wir haben Top Mitarbeiter, daher ist meine Mitarbeit in den letzten Jahren immer mehr ins Büro verlagert worden, was mir mehr Freiraum für Öffentlichkeitsarbeit gegeben hat. Es ist uns ein großes Anliegen zu zeigen, wie wir unseren Beruf leben. Warum wir, was wie machen. Auch aus diesem Grund haben wir zusammen mit der ehemaligen FNL (heute Forum Moderne Landwirtshaft) das Schweine Mobil entwickelt. Außerdem haben wir 2- 3 Besuchsgruppen im Monat und öffnen unsern Stall auch für Journalisten und Politiker.

 

Es ist nicht immer leicht mit dem Menschen den man liebt alles zu teilen. Wir sind schließlich nicht nur ein Liebespaar sondern auch Eltern (ja, wir haben mittlerweile 3 wunderbare Kinder, die unser ganzer Stolz sind) und Geschäftspartner, aber anders möchte ich nicht leben.

 

Für mich ist das Lebensmodel „ Bäuerin“ zu sein, das schönste auf der Welt!

 

Kathrin Seeger

 

 

 


Auch wir sind stolz, Landwirtinnen sein zu dürfen...

 

 

 

 

Wir sind Ineke und Lena, sind beide 20 Jahre alt und besuchen die Fachschule.

 

 

 

Wir lieben unseren Beruf und dazu gehört auch die Weiterbildung wie z.B. wie auf dem Bild bei der Deula

 

 

 

Ineke ist eine von etwa 30 Frauen der Seite "Deutschlands Landwirtinnen"

 

 

 

Schaut doch gerne mal rein und lasst ein "gefällt mir" da.

 

 

 

lg. Deutschlands Landwirtinnen

 

 .

 

https://www.facebook.com/Deutschlandslandwirtinnen/?fref=ts

 


Als typisches Lehrerkind...

 

 

 

 

 

Schon als Kind habe ich gerne in den Schulferien alle Verwandten besucht, die einen Bauernhof hatten, um dort meine Ferien zu verbringen. Davon gab es einige. Meine Eltern stammen zwar vom Hof, sind aber beide Lehrer geworden.

 

 

 

Als typisches Lehrerkind bin ich nie auf die Idee gekommen beruflich etwas in der Richtung zu machen. Ursprünglich wollte ich Medizin studieren. Kurz vor dem Abitur habe ich dann Tiermedzin mit in Betracht gezogen. In dieser Zeit habe ich auch meinen Mann kennengelernt, der gerade seine Ausbildung zum Landwirt geamcht hat. Da der NC für mich nicht zu schaffen war und ich auch über die Testbesten keinen Studienplatz bekam, habe ich eine Ausbildung zur Tierarzthelferin gemacht. Diese habe ich auf zwei Ausbildungsjahre verkürzt. Danach habe ich noch kurz in dem Beruf gearbeitet und ziemlich bald meinen Mann geheiratet. Damit war das Thema Studium für mich vom Tisch.

 

 

 

Auf Wunsch von meinen Schwiegereltern bin ganz blauäugig direkt nach der Hochzeit auf dem Hof angefangen. Schwer gefallen ist es mir nicht meinen Beruf, der mir auch sehr viel Spaß gemacht hat, aufzugeben. Aber irgendwie fehlte noch was.

 

 

 

Daraufhin habe ich bei der Kammer einen Kurs " Grundlagen der ländlichen Hauswirtschaft" besucht und die Prüfung zur ländlichen Hauswirtschafterin abgelegt. Dann folgten etliche Kurse rund um Büro und Betrieb. Da war ich auf dem Hof Mädchen für Alles: Betreuung der Hähnchen und Schweine, Kartoffeln abfahren, Grubbern, Pflügen, Kochen Putzen und Kinder. Je nachdem, wo es gerade nötig war.

 

 

 

Irgendwann war es dann soweit. Mein Hauptarbeitsplatz wurden Sauen. Das Unternehmen Kindertaxi hat zum Glück die meiste Zeit meine Schwiegermutter und die Arbeiten mit dem Trecker hat voller Begeisterung ein Auszubildender übernommen. Als ich in einem Gespräch mal gesagt habe, ich bin keine Hausfrau, war meine Schwiegermutter doch sehr verwundert.

 

 

 

Mittlerweile führen mein Mann und ich den Betrieb alleine. Wir haben 2 Angestellte, 1 Azubi und eine Haushaltshilfe. Leider ist mein Hauptarbeitsplatz jetzt das Büro, die Sauen sind mir auf jeden Fall lieber.

 

 

 

Obwohl ich in den Job reingerutscht bin, kann ich mir nicht anderes mehr vorstellen. Es war absolut die richtige Endscheidung für mich. Neue Herausforderungen müssen allerdings sein, damit ich nicht das Gefühl von einem Stillstand bekomme.

 

 

 

Um den Beruf auch für die nächste Generation interessant zu halten, finde ich Imagepflege ganz wichtig. Es kann nicht sein, dass ein Beruf ständig an den Pranger gestellt wird und der Nachwuchs dadurch eingeschüchtert wird. Also geht es jetzt dran in die Öffentlichkeit zu gehen und im Betrieb allerlei Dinge auszuprobieren.

 

 

 

Maria Schulte

 


Was ist, wenn die Geschwister einen anderen Lebensweg wählen?

 

 

 

Als klar wurde, dass ich den elterlichen Betrieb übernehmen darf, dass meine Geschwister ihre Zukunft anderweitig gestalten möchten, veränderte sich mein Leben auf einmal.

 

 

 

Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung als Fachinformatikerin absolviert und wurde auch in meinem Betrieb übernommen, und hatte Spaß an meiner Arbeit. Auch damals hatte ich schon meinen Urlaub dafür verwendet, damit meine Eltern gemeinsam in den Urlaub fahren konnten, und sich keine Sorgen um den Betrieb machen mussten, denn ihre Tochter kümmerte sich full-time um die Tiere. Auch habe ich vier Wochen meiner Urlaubszeit aus Interesse einen Grundkurs an der Waldbauernschule in Kelheim besucht.

 

 

 

Für mich war nach der Entscheidung den Betrieb weiter in die Zukunft zu führen aber klar, dass ich die Landwirtschaftliche Ausbildung machen möchte, und auch noch eine weiterführende Schule oder ähnliches. Ich entschied mich daraufhin für ein duales Studium, an der nächst gelegenen Hochschule in Weihenstephan. Praktische Ausbildung und Studium in 4,5 Jahren, damit ich möglichst bald zu Hause meine Eltern entlasten und nach und nach den Betrieb ganz übernehmen kann. Dadurch, dass ich jeden Tag nach Hause pendle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, kann ich auch jetzt schon einige Aufgaben übernehmen. Dazu gehören unter anderem das Besamen der Kühe, die Enthornung der Kälber, das melden der Tierbewegungen über Computer, bzw. Handy-App...

 

 

 

Ansonsten helfe ich immer da, wo auch immer ich gerade gebraucht werde. Es gibt da keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Als zukünftige Betriebsleiterin muss ich ALLES lernen. Vielleicht gehe ich an manche Probleme anders heran als mein Vater, aber das liegt nicht nur am Geschlecht, sondern auch an der Generation. Die Arbeiten im Forst machen aber nach wie vor Vorwiegend meine Brüder und mein Vater.

 

 

 

Was mir außerdem wichtig ist, ist das Thema Öffentlichkeitsarbeit, und Agrarpolitik, daher bin ich bei uns in Bayern auch auf verschiedenen Ebenen in der Bayerischen Jungbauernschaft ehrenamtlich aktiv, und setze mich für die Interessen der jungen Landwirte ein.

 

 

 

Denn WIR sind die Zukunft der Landwirtschaft!

 

Ruth-Maria Frech

 


Bäuerin mit Herz & Verstand

 

Bäuerin mit Herz und Verstand - Da kann auch kein anderer Weg zwischendurch etwas dran rütteln

 

 

 

Geboren und aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb stand für mich in Jugendjahren fest: Etwas anderes lernen, weg von der Landwirtschaft...

 

 

 

Nach der Realschule also Ausbildung, Fachabi und dann Studium an einer FH... gegen Ende des Studiums hat's mich dann erwischt und ich landete wieder auf einem Milchviehbetrieb, dieses Mal mit Ferienwohnung...

 

 

 

Die ersten Jahre waren Schwiegereltern noch fit und als unsere 3 Kinder etwas älter waren, brauchte ich neue Aufgaben. Eine Landfrauen GbR wurde gegründet - ich bin dabei, die Landesvereinigung der Milchwirtschaft suchte Schulmilchbotschafterinnen - ich bin dabei; eine Interessengemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof in der Eifel wurde ins Leben gerufen - ich bin dabei... im Betrieb kamen dann nach und nach auch feste Aufgaben auf mich zu - Kälber, melken, etliches rund um die Tiergesundheit, Buchführung, Ferienwohnung.... das alles mache ich bis heute auch gerne -

 

 

 

Außenwirtschaft und Traktor fahren war nie mein Ding, da habe ich höchstens in Ausnahmefällen mitgeholfen, weil ich auch auf dem Standpunkt stehe, dass man nicht alles können kann und muss.

 

 

 

Unsere Mädels haben alle einen anderen Beruf gelernt - eine ist mittlerweile auch mit einem Landwirt verheiratet und dort im Betrieb voll eingestiegen - ob und wie es mit unserem Betrieb mal weitergeht, steht noch in den Sternen, aber damit können wir gut leben.

 

 

 

Roswitha Hermeling

 

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