Studium oder Ausbildung?

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Studium oder besser eine Ausbildung machen?

 

Diese Frage erreichte uns per E-Mail:
Ich habe großes Interesse an der LW, (vor allem Milchviehhaltung), aber keinen Hof zuhause und überlege Landwirtschaft zu studieren, evtl auch dual.
Ich würde danach allerdings gerne viel praktisch arbeiten, bin mir aber nicht sicher, ob das mit einem Studium klappt, da viele eher in die Beratung oder Forschung gehen...
Macht es dann überhaupt Sinn zu studieren oder lieber nur eine Ausbildung und irgendwo als Betriebshelfer arbeiten?

 

Die Ausbildung als Landwirt/in ist eine duale Ausbildung. Das heißt, sie findet auf anerkannten Ausbildungsbetrieben und ausbildungsbegleitend in der Berufsschule statt und wird durch überbetriebliche Lehrgänge ergänzt. Die Ausbildung dauert grundsätzlich drei Jahre.

 

Das Landwirtschaftliche Studium an einer Universität oder (Fach-)Hochschule wird von zahlreichen jungen Menschen dazu genutzt, sich qualifiziert auf Tätigkeiten im landwirtschaftlichen Forschungs-und Entwicklungsbereich, in der Verwaltung oder sonstigen Dienstleistungsbereichen vorzubereiten. Feststellbar ist, dass zunehmend aber auch Hofnachfolger das Studium als Vorbereitung für die landwirtschaftliche Unternehmertätigkeit nutzen.
An den meisten Studienstandorten werden die international anerkannten Abschlüsse "Bachelor" und "Master" vermittelt.

 

Duale Studienangebote
Ziel dualer Studienangebote ist es, während des Studiums einen Einblick in das Berufsleben zu erhalten und durch parallele Abwicklung von Ausbildung und Studium Zeit einzusparen. Bei Teilnahme an dualen Studienprogrammen erwerben Studierende in rund 4,5 Jahren sowohl den Ausbildungsabschluss der jeweiligen Fachrichtung als auch den Bachelor-Abschluss. Dies bedeutet gegenüber dem "klassischen" Ausbildungsweg eine Verkürzung von etwa einem Jahr.

 

Wie sehen das unsere Landwirte und Landwirtinnen?

 

Ruth: Ich kann das duale Studium nur empfehlen!
Und wenn er sie es meint, studieren ist doch nix für sie oder ihn, kann er nach dem Praxis Semester ja immer noch abbrechen. Vor allem für leitende praktische Arbeiten ist das duale Studium meiner Meinung nach von großem Vorteil. Im Dualen Studium (Modell Weihenstephan) sind die ersten 15 Monate nur Praxis, mit ein paar Wochen Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung. Daher eigentlich ideal. Das Studium ist dann auch an der FH.
Wenn man nur Schlepper fahren, und arbeiten ausführen anstatt planen möchte, reicht aber die Ausbildung auch locker.

 

Jenny: Ich würde erst eine Ausbildung und dann das Studium machen. Dann kann man gut praktische Erfahrungen sammeln die man im Studium auch wirklich braucht. Und ich würde an einer FH studieren gehen, da hier mehr Praxis gefordert wird und man im Anschluss auch besser in die Praxis einsteigen kann, ob nun als Berater oder auf einem Betrieb.

 

Friederike: Aus eigener Erfahrung: Wer nicht aus der Landwirtschaft kommt, sollte vor dem Studium auf jeden Fall eine praktische Ausbildung machen. Und dann FH. Dann holt man auch wieder etwas Zeit rein. War früher jedenfalls so.

 

Ihr seht, die Meinungen gehen hier durchaus etwas auseinander. Jedoch stehen die Landwirtschaftskammern hier jedem, dem die Entscheidung schwer fällt, beratend zur Seite.

 

 

 

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