Vom Schemel zum Roboter

 

 

 

Vom Schemel zum Roboter

 

 

 

Noch vor einigen Jahrzehnten saßen die Frauen und Männer mit dem Schemel unter der Kuh und haben die Tiere mit der Hand gemolken. Neben der enorm anstrengenden Arbeit ist das sicher auch aus hygienischen Gründen nicht mehr zeitgemäß.

 

 

 

Seit einigen Jahren gibt es jetzt schon vollautomatische Melksysteme (AMS) - kurz auch "Melkroboter" genannt.

 

 

 

Hierbei geht die Kuh ganz alleine zum Melken. Sie trägt einen Transponder, so dass der Roboter sie erkennt. Jede Kuh ist beim Roboter "registriert", d.h. er erkennt am Transponder die Kuh und damit auch das Euter, sprich die Zitzenstellung. Zunächst erfolgt auch hier mit rotierenden Bürsten oder einem speziellen Vormelkbecher und Wasser eine Reinigung des Euters bzw. der Zitzen. Das Melkgeschirr wird dann ohne jegliche manuelle Hilfe mit Erkennungssysteme auf Basis von Ultraschall, Lasern und optischen Sensoren an das Euter der Kuh angelegt.

 

 Nach dem Melken werden die Zitzen gedippt, um einen Schutz gegenüber Keimen zu bieten.

 

 

 

Moderne Systeme sind außerdem dazu in der Lage, während des Melkvorgangs per Leitfähigkeit bzw. pH-Wert automatisch Milch mit Flocken oder Blut auszusortieren. Tests ergaben, dass diese Systeme sehr genau arbeiten können und alle nicht verkehrsfähige Milch aussortieren, ohne dabei irrtümlich einwandfreie Milch zu verschwenden.

 

 

 

Damit die Kuh gerne zum Melken geht, erhält sie im Roboter Kraftfutter. Wie schon oben erwähnt, wird das Tier per Transponder erkannt. Falls eine Melkberechtigung besteht, wird der Kuh Futter zugeteilt. Falls das Tier jedoch bereits vor kurzer Zeit gemolken wurde wird es maschinell aus der Anlage hinausgetrieben ohne an Futter zu gelangen.

 

 

 

Der Melkroboter hat neben der enormen körperlichen Arbeitsentlastung den riesen Vorteil der zeitlichen Flexibilität. Der Landwirt gewinnt zudem mehr Zeit für die Tierkontrolle. Außerdem erhält der Landwirt eine umfangreiche Datenerfassung zur besseren Kontrolle der Tiergesundheit und somit einen optimalen Herdenüberblick.

 

 

 

Die tägliche Leistung (abhängig vom Hersteller) einer Ein-Box-Anlage beträgt etwa 170 bis 200 Melkungen pro Tag, d. h. es können pro Melkbox ca 60 - 70 Kühe gemolken werden.

 

 

 

Auch hier gibt es ein tolles Video bei MyKuhtube - schaut doch einfach mal rein:

 

https://www.youtube.com/watch?v=uNGDBb5977s

 

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