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Guten Tag, wir sind Heike und Manfred Hurtz.

Wir kommen aus der Gemeinde Berg bei Nideggen im Naturpark Eifel.

90 Prozent unserer Flächen liegen im Wasserschutzgebiet. Dennoch betreiben wir hier erfolgreich intensiven Ackerbau. Das ist möglich, weil wir modernste Technik einsetzen.

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Im Laufe der Jahre haben wir unseren Betrieb elektronisch „aufgerüstet“. Inzwischen holen wir uns Hilfe aus dem All, die Arbeitsprozesse rund um die Düngung, Pflanzenschutz und die Ernte laufen satelittengesteuert per GPS, allerdings wesentlich genauer als ein Navigationssystem, wie man es aus dem PKW kennt. Das heißt, es wird beispielsweise genau an der Stelle – und in der richtigen Menge - gedüngt, wo die Nährstoffe auch gebraucht werden.

Wir arbeiten eng mit der regionalen Wasserschutzkooperation zusammen und sind inzwischen Referenzbetrieb für unsere Region. Mit dem Präzisionsackerbau ist intensive Landwirtschaft also selbst in sensiblen Schutzgebieten möglich.

Daneben bauen wir noch Weihnachtsbäume an und betreiben einen Hofladen.

Wenn Sie Fragen zum Präzisionsackerbau haben, können Sie die an dieser Stelle gerne stellen.


Hallo, mein Name ist Manfred Hurtz. Meinen Ackerbaubetrieb habe ich hier schon einmal vorgestellt. Im Moment hat der jedoch Winterpause. Dafür hält uns momentan noch der Verkauf von Weihnachtsbäumen in Atem. 15 Hektar Weihnachtsbäume haben sich über zwei Generationen zu einem wirtschaftlich interessanten Bestandteil des Betriebseinkommens entwickelt, in schlechten Getreidejahren mehr als das. Aus ...dem weihnachtlichen Kundenkontakt heraus hat sich auch die Idee der Direktvermarktung entwickelt.

Während des Jahres steht die Pflege der mehrjährigen Baumkulturen auf dem Programm. Im Frühjahr ist dies in erster Linie die Unkrautbekämpfung. Probleme in den Weihnachtsbaumkulturen bereiten Weidenröschen, Nachtschatten, Kamille, Klettenlabkraut, Wicken und Ampferarten, aber auch Ginster, Himbeere, Brombeere und Ilex. Die Herbizidanwendung sollte möglichst früh durchgeführt werden, möglichst noch vor der Triebphase der Tannen. Die Ausbringung erfolgt zumeist direkt auf den Boden mit spezieller Ausbringtechnik. Aufwand: Ein Mitarbeiter schafft pro Tag einen Hektar. Für die Produktwahl gibt es Empfehlungen der Landwirtschaftskammer. Es dürfen ausschließlich für Weihnachtsbaumkulturen zugelassene Produkte eingesetzt werden.

Je nach Witterung kann es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einem massiven Unkrautdruck kommen, dann, wenn die Wirkung der Bodenherbizide nachlässt. Wir vermeiden es jedoch, in dieser späten Phase mit der Spritze in den Bestand zu gehen und mähen lieber die Kulturen.

Auch Schädlinge machen den Bäumen zu schaffen. Die Tannentrieblaus befällt überwiegend die Nordmann-Tannen, ab und zu sind Lachniden zu finden. Probleme bereitet auch der Rüsselkäfer. Ein sehr großes Problem ist die Milbe, allen voran die Gallmilbe. Schädlingsbefall kann die Qualität der Bäume sehr stark mindern bis hin zum Ertragsausfall. Insektizide werden nur selten und bei tatsächlichem Befall ausgebracht. Das ist sehr arbeitsintensiv, weil wöchentliche Kontrollgänge erforderlich sind. Das Schwefeln vor Austrieb Mitte bis Ende April ist eine weitere Alternative.

Schneeschimmel ist häufig eine Standortfrage. Wichtig ist es, dass die Bäume z.B. nicht in Senken oder auf anderen schlecht belüfteten Flächen wachsen. Auch die Vorwüchse müssen rechtzeitig entfernt werden. Das dient der besseren Belüftung jedes einzelnen Baumes. Außerdem können sich die Tannen so besser entwickeln.

Ich wünsche allen am Bauernwiki Interessierten ein schönes Weihnachtsfest!
 

 

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