Michael & Judith Haußer und ihre "Mädels"

Hallo,
mein Name ist Michael Haußer und ich bewirtschafte zusammen mit meinen Eltern und meiner Frau einen Milchviehbetrieb im Nebenerwerb. Nebenerwerb bedeutet, dass ich den Betrieb neben meinem Hauptberuf führe.

Wir halten etwa 40 Milchkühe der Rasse Holstein Rotbunt, welche für das Allgäu eher ungewöhnlich ist. Alle weiblichen Kälber werden zur Zucht am Betrieb behalten. Die männlichen Kälber verlassen den Betrieb mit zwei bis drei Wochen in die Kälbermast. Seit knapp... zwei Jahren setzen wir nur noch Bullen ein, die eine natürliche Hornlosigkeit vererben.

Das Futter unserer Rinder wächst auf 17 ha Grünland und auf 15 ha Ackerland. Darauf bauen wir zu jeweils etwa einem Drittel Mais, Weizen und Gerste an. Das Grünland wird 5 – 6 Mal im Jahr gemäht und wie der Mais hauptsächlich als Silage an unsere Kühe verfüttert, die Weizen- und die Gerstenkörner gemahlen im sogenannten Kraftfutter. Dieses wird mit Sojaschrot oder Rapsschrot, also Eiweißfuttermitteln, ergänzt. Auch das Gerstenstroh wird verfüttert. Das Weizenstroh dient unseren Tieren als Einstreu.

Seit einem knappen halben Jahr dürfen unsere Mädels (die Kühe) selbst entscheiden, wann sie zum Melken kommen bzw. wann sie sich ihr Kraftfutter am Melkroboter abholen und dabei gemolken werden. Die meisten wollen dabei eher öfter kommen als sie dürfen, die ein oder andere muss man aber auch mal ans Melken erinnern.

Die Rinder über einem Jahr und die „trocken stehenden“ Kühe sind im Sommer auf der Weide, 8 Stück sogar auf einer Alpe in Oberstdorf.

Wenn Ihr wissen wollt, warum ich Weidehaltung für kein geeignetes Verfahren für meine Kühe halte oder falls Ihr Fragen zum Robotermelken oder anderen Themen habt oder Euch alles mal live ansehen wollt, meldet Euch! Ich freu mich!

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