Einmal lüften bitte - Grünlandbearbeitung im Frühjahr

Einmal lüften, bitte!

 

So wie wir im Frühjahr gerne alle Fenster im Haus aufreißen, um frische Luft hinein zu lassen, so lüften die Landwirte auch ihre Grünlandflächen. Mit einer Wiesenschleppe oder einem Striegel werden die Flächen abgefahren, um vertrocknete Pflanzen von dem wachsenden Gras zu entfernen und die Bodenoberfläche leicht aufzulockern. So hat das neue Gras wieder Luft zum wachsen.
Zudem werden dadurch Unebenheiten im Boden sowie Maulwurfshügel eingeebnet, damit ...später bei der Grasernte möglichst wenig Erde und Sand mit ins Futter gelangt. Dieses Einebnen kann auch durch Wiesenwalzen geschehen. Durch das abwechselnde Auf- und Abfahren der Flächen entsteht auch das typische Streifenmuster auf dem Grünland.
Mit dieser Maßnahme kann das Grünland auch gleichzeitig nachgesät werden - dies geschieht über den gelben Kasten, von dem aus über Schläuche die Grassamen gleichmäßig auf die Fläche verteil werden. Somit werden Lücken im Bestand geschlossen und eine Ausbreitung von Unkräutern verhindert.

 

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Cultan Düngung

Cultan Düngung - was ist denn das?

 

Bei dem "Cultan" Verfahren wird eine flüssige Düngerlösung (z.B. bestehend aus Stickstoff und Schwefel) ca. 15 cm tief in den Boden eingebracht. Der Stickstoff ist Ammonium betont und wird den Pflanzen nach und nach zu "Verfügung" gestellt.

 

Das Verfahren hat drei wesentliche Vorteile:

 

1. es gibt keine Ausbringungsverluste, da der Dünger direkt in den Boden eingebracht wird.

 

2. der Dünger wird in einem Arbeitsgang aufgebracht, so dass der Landwirt mit einer Überfahrt fertig ist.

 

3. und durch das Injizieren wie mit einer Nadel wird ein Depot angelegt, d.h. die Pflanze erhält über einen längeren Zeitraum ihre Nährstoffe aus diesem Depot. So ist die Pflanze immer ausreichend versorgt.

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Walzen

Warum walzen die Bauern?

 

Das Walzen dient der mechanischen oberflächigen Verdichtung. Im Winter dehnt sich der Boden durch Frost aus. Durch Frost abgehobenen Pflanzenwurzeln und Wühlmausgänge werden zugedrückt und kleinere Unebenheiten geplättet. Es entsteht eine gleichmäßige und ebene Bodenoberfläche und damit eine intakte Narbe beim Mähen und Werben.

Warum ist das wichtig?

 

Eine zu lockere Bodenstruktur - wie es oft auf Moorböden gegeben ist - bringt eine zu starke Durchlüftung mit sich. Dies wiederum hat eine Abnahme der wertvollen Gräser zur Folge.

 

Das Walzen verbessert zudem die Wasser- und Wärmeleitung des Bodens. Es wird die Bestockung der Gräser angeregt und die Narbendurchwurzelung gefördert.

Außerdem trägt Walzen auch zur Unkrautregulierung bei (z.B. von druckempfindlichen Unkräutern wie Bärenklau oder Wiesenkerbel).

 

Daneben schützt eine möglichst ebene Oberfläche vor Verletzungen der Grasnarbe bei Mahd, Wenden und Schwaden und verringert deutlich die Verschmutzung des Futters durch Erde.

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