Unsere „stillen“ Helden – unsere Hofhunde…


Hofhunde beschützen ein meist großes Revier. Klassisch und noch heute tun sie dies bei Bauernhöfen. Zu den klassischen Hofhunderassen gehören der Hovavart, der Schweizer Sennenhund, die deutsche Dogge und der Rottweiler. Mittlerweile finden sich jedoch auch viele andere Rassen und Mischlinge auf den Höfen. Unsere Hofhunde sind ganz normale Familienhunde geworden, die zusätzlich ihre Aufgaben auf den Höfen erfüllen.

Unsere Frauen auf den Höfen möchten hier ein wenig über ihre Hunde erzählen…

Julia: Unsere Hunde sind ganz normale Familienhunde, die mit im Haus leben, aber auch das Glück haben auf dem Hof laufen zu können, vor dem Mähen Kitze zu suchen und im Besten Fall können sie auch Kühe/Starke/Kälber umweiden/umstallen. Unsere Karla ist ein altdeutscher Hütehund/Labradormix. Sie hat in jungen Jahren die Starken umgeweidet und ist der beste Kindersitter der Welt! Und unsere Susi: Appenzeller Sennenhund vom Bauernhof. Die Mutter hat die Milchkühe zum Melken gebracht. Susi holt die Hühner am Abend rein und hat schon beim Kälber umstallen geholfen. Sie ist ein Wirbelwind und somit ideal für Kinder und Hof.

Nadine: Also, unsere "Hofhunde" sind letztendlich meine ausgebildeten Jagdhunde, Aischa & Leni, mit denen ich auch auf Treibjagden gehe - sprich durchaus auch "Arbeitshunde". Ansonsten bespaßen sie in erster Linie unsere Kinder, ärgern unsere Katzen,...
Und bellen erst einmal jeden an, der auf den Hof kommt.

Julia: Das san unsre beiden. Lilli 4 Jahre Paula 3 Monate. Kriegen bestes Futter und sind geimpft, gechipt und was nicht noch alles. Ich glaub, da geht‘s vielen Hunden deutlich schlechter.

Kathrin: Wehe wenn die Transportbox nicht an ihrem Platz steht. Er ist meine tatkräftige Hilfe im Büro.

Maria: 'Unsere beiden heißen Chuck und Ella, sind Bernhardiner und haben zur Zeit noch einen von ihren Welpen bei sich. Ihr "Zwinger" besteht aus ca. 4 ha eingezäuntem Hofraum einschließlich Teich und Aufforstung. Es gibt Leute, die behaupten im nächsten Leben werden sie Hofhund.
Bei uns auf dem Hof leben seit 40 Jahren Bernhardiner. Sie sind wachsam ruhig, können, wenn es sein muss, auch mal schnell sein, und sind super Beschützer, die auch unsere Kinder bewacht haben. Eine Anekdote, die meine Schwiegermutter immer wieder gerne erzählt: Meine Schwägerinnen haben im Teeniealter gezeltet. Natürlich hatten sie geplant, nachts andere zu besuchen, die auch am Zelten waren. Abends hat meine Schwiegermutter dem Hund gesagt, er solle schön aufpassen. Dieser hat sich dann. wo meine Schwägerinnen im Zelt waren, vor dieses gelegt und aufgepasst, dass sie nicht weggehen. Fanden die nicht so toll, sie sind dann im Morgengrauen ins Haus gekommen und haben in ihren Betten weitergeschlafen.

Susan: An dieser Stelle kann ich meinem Chef nur ein Lob ausstellen - ich darf meine Hunde mit zur Arbeit nehmen. Sie bekommen einen Zwinger ans Flatdeck angebaut- der alte Dobi durfte frei auf der großen Schafswiese mitlaufen, nur der Zaun würde die jungen Wilden nicht halten. In unserem Ort bekommt man leider keine Wohnung mit zwei Hunden (schon gar nicht bei den Rassen)- aber weil ich sie mitnehmen darf, geht es.

Sabine: Roy von der Eiche, Westerwälder Kuhhund, Familienhund! Läuft auf unserem Hof frei, holt jeden Morgen und Abend die Herde von der Weide. Lebt mit uns im Haus und "wie die Made im Speck". Ich persönlich setze das Leben meines Hundes mitnichten aufs Spiel. Dafür hänge ich viel zu sehr an dem Kerlchen und er nimmt mir ordentlich Arbeit ab! Er treibt mir innerhalb von fünf Minuten eine Herde von 100 Kühen in den Stall, ich bräuchte deutlich länger!
Mein Hund wird regelmäßig geimpft, gegen Flöhe und Zecken behandelt, er wird alle drei Monate entwurmt, weil ich oft Besuch von Kindern bekomme, und die ganz gerne schon mal das Händewaschen vergessen! Ich bin täglich bis zu vier Stunden mit meinem Hund im Feld unterwegs, also wenn es diesem Hund nicht gut geht, dann weiß ich es auch nicht.

 

Stefanie: Unsere Hofhunde Tessi und Buddy leben outdoor, Sommer wie Winter, und sie lieben es auf dem Feld und in den Bergen mit dabei zu sein.

 

Roswitha: Unsere Hündin Ronja (Australian Shepard) geht auch mit auf die Weide, wenn ich Kühe einsammele... allerdings macht sie beim nächsten Mauseloch (und davon gibt's dieses Jahr mehr als genug) halt und wartet dort oder buddelt, bis sie eine Maus erwischt. Sie merkt aber, wenn Kühe oder Rinder auf Abwegen sind und hält diese dann um (nicht immer mit Erfolg). Sie ist mein treuer Begleiter im Haus und auf dem Hof und meldet auch jeden an, der auf den Hof kommt. In der Kälbergruppe im Außenstall spielt sie gerne mit den Kälbern bzw. versucht, sie in der Liegehütte in Schach zu halten. Vorher hatten wir eine Schäferhündin - wenn nachts eine Kuh kalbte, hat sie angeschlagen, dann war Zeit zum Helfen - Ronja bellt auch meistens, allerdings ist dann das Kalb in der Regel schon da.


Katrin: die beiden Golden Retriever ( Mutter und Sohn) gehen auch mit zur Jagd, die kleine Borderterrierhündin fängt auf dem Hof Ratten und massenweise Mäuse; vor allem wenn sie beim Stallwaschen aus den Ecken kommen. Alle gemeinsam sorgen dafür, dass ungebetene Gäste nicht gern aus dem Auto steigen.


Heike: Unsere testet auch mal gerne den Reifegrad der Maiskolben oder zieht eigenmächtig Bodenproben...


Brigit: Wir sind ein Hof ohne Hofhund - weil ich nicht die Zeit hätte, mich wirklich darum zu kümmern. Zum Treiben wünschte ich mir auch manchmal einen
Aber ich habe mich eben bewusst gegen einen Hund entschieden, weil ich ihm nicht die benötigte Zeit widmen könnte/wollte.


 

 

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