Kay Heller

Hallo, ich bin Kay Heller!

Ich bewirtschafte mit meiner Freundin Katja einen landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb im vorderen Odenwald.
Wir haben zwei Mädels - unsere Leni ist 5 und unsere Linda 2 Jahre alt.

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Unsere Hofstelle liegt außerhalb des Dorfes, da in den alten Hofstellen innerorts keine Tierhaltung nach heutigen Maßstäben zu gewährleisten ist.

Zusammen mit Wolfgang und Ingrid Walter, den Eltern von Katja, leben wir alle unter einem Dach in einem Mehrgenerationenhaus. Wie es bei uns auf den Höfen üblich ist, sind unsere „Rentner“ eine tatkräftige und liebenswerte Hilfe bei der täglichen Arbeit, sowohl im Stall, auf dem Feld als auch als Oma und Opa für unsere Töchter.

Auf unserem Hof haben wir 60 Milchkühe sowie die Jungviehaufzucht und Bullenmast.
Das bedeutet, alle bei uns geborenen Kälber werden auf unserem Hof aufgezogen. Unsere Milch geht an die Molkerei Hohenlohe.
Auf unseren Feldern erwirtschaften wir auf ca. 40 ha Grünland das Grundfutter für unsere Kühe.

Im Ackerbau werden neben Mais für die Kühe auch Wintergerste, Winterroggen, Winterweizen sowie Zuckerrüben angebaut. Was wir nicht für die Versorgung für unsere Tiere brauchen, geht an Getreidehändler in der Region. Um in unsere Fruchtfolge mehr Hackfrüchte zu haben, bauen wir seit einigen Jahren vermehrt Mais an und beliefern eine in der Nähe gelegene Biogasanlage. Dies ist für eine ausgeglichene Fruchtfolge sehr wichtig.

Wir sind ein Familienbetrieb und fest verwurzelt in der Region.

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Benedikt & die Schwalben

Hallo,
mein Name ist Benedikt Fleige. Ich bin 20 Jahre jung und komme aus Werne im südlichen Münsterland.

Im Juli habe ich meine Ausbildung zum Landwirt erfolgreich abgeschlossen und überbrücke die Zeit bis zum Studium, indem ich zuhause auf dem elterlichen Betrieb aushelfe, den ich hier kurz vorstellen möchte.

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Wir bewirtschaften einen Pachthof, das heißt der Hof gehört uns nicht, wir dürfen ihn aber gegen eine jährliche Abgabe, die Pacht, bewirtschaften. Zu dem Hof gehören 45 Hektar Ackerland sowie 25 Hektar Grünland. Wir haben ein paar Kühe, die im Sommerhalbjahr den ganzen Tag auf der Weide stehen, ein paar Mastbullen und ein paar Mastschweine. Die jungen Kühe züchten wir selbst. Die sogenannten "Fresser", eine Zwischestufe zwischen Kalb und ausgewachsenem Bullen, kaufen wir zu. Auch die Ferkel, die wir zunächst auf Stroh, später auf Spalten mästen, werden zugekauft.
Das Stroh ist für die Tiere zwar schöner, allerdings ist der Arbeitsaufwand enorm.

Bei uns kennen wir jedes Tier genau. Wenn ich die Kühe zum Melken von der Weide hole, brauche ich nur einmal zu rufen, und sie stehen alle vorm Gatter. Sie laufen von selbst in den Stall, sie machen es ja auch jeden Tag zweimal, egal ob Wochenende oder Montagmorgen. Das Melken und Füttern gehört auch zu unserer täglichen Arbeit. Wir machen das gerne, egal ob sonntagsmorgens nach dem Schützenfest als auch abends.
Abends findet sich bei uns die ganze Familie im Stall ein. Alle helfen mit, so dass auch mein Vater nach 13 Stunden Arbeit seinen wohlverdienten Feierabend bekommt - ein tolles Ritual, wie ich finde.

Zu dem Inventar des Hofes gehören auch 150 Schwalbennester, von denen ca 100 bebrütet sind. Darauf bin ich sehr stolz. Da die Tiere sehr selten geworden sind, freu ich mich, dass Jahr für Jahr so viele Schwalben ihren Weg zu uns finden.

Mit Sorge betrachte ich den Rückgang vieler Vogelarten. So sind die Krähen in den letzten Jahren immer mehr geworden, die Bestände an Fasanen, Kiebitzen und anderen Singvögeln sind aber ständig geschrumpft. Unsere Schwalben hingegen, an deren Nester die Krähen nicht herankommen, sind in gleichbleibender Zahl vorhanden.
Aber wir denken, dass wir das Problem erkannt haben: wir pflanzten Hecken, haben eine Naturschutzwiese an einem Bach angelegt und an den Gewässern Ackerrandstreifen liegen lassen. Diese dienen als Deckung für Bodenbrüter und als Nahrung für andere Vögel, Insekten und Wildtiere. Wir hatten dieses Jahr zum ersten Mal seit langem wieder eine Fasanhenne mit 4 Küken hier rumspazieren.

Wir haben unsere Aufgabe als Landwirt erkannt. Während meine Kollegen früher nur zur Nahrungsmittelproduktion arbeiteten, kommt heute noch der Naturschutzaspekt dazu. Wir machen alles, um diese zu erhalten - und zwar jeder einzelne Landwirt!

Euer
Benedikt

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